Schwierige Jahre und der Erhalt des Vereins
Neben vielen positiven Entwicklungen mussten beide Vereine im Laufe ihrer Geschichte auch schwierige Zeiten überstehen.
Besonders die Jahre von 1929 bis 1932 stellten den Angelsportverein Dortmund vor große Herausforderungen. Fehlentscheidungen innerhalb der damaligen Vereinsführung führten zu erheblichen finanziellen Problemen und brachten den Verein an den Rand seiner Existenz. Bei der Übergabe der Vereinskasse soll sich der Kassenbestand auf lediglich einen Pfennig belaufen haben. In der Folge wurde der Vorstand neu aufgestellt.
Nach mehreren Wechseln in der Vereinsführung gelang es dem Verein unter dem Vorsitz von Herrn Paul Kummer, sich schrittweise zu stabilisieren und wieder erfolgreich weiterzuentwickeln.
In dieser Zeit gab es Bestrebungen, den Angelsportverein Dortmund mit dem Fischereiverein Dortmund zusammenzuführen. Die vorgesehenen Regelungen hätten jedoch bedeutet, dass die Vertreter des Angelsportvereins in der neuen Vereinsstruktur nur nachrangige Funktionen übernommen hätten, während die führenden Positionen dem Vorstand des Fischereivereins vorbehalten geblieben wären.
Nachdem diese Pläne bekannt wurden, regte sich innerhalb des Vorstandes des Angelsportvereins erheblicher Widerstand. Die Vorstandsmitglieder Gustav Hill, Rudolf Schwarz, Hans Riedel, Eduard Schön und Wilhelm Schneider setzten sich entschieden für die Eigenständigkeit des Vereins ein. Schließlich wurde die geplante Vereinigung nicht umgesetzt.
Auch auf einer eigens einberufenen Versammlung, die den Zusammenschluss vorbereiten sollte, zeigte sich die Geschlossenheit des Angelsportvereins. Der Vorstand erschien vollständig und setzte sich erfolgreich für den Fortbestand des Vereins ein.
Nachdem die Fusionspläne gescheitert waren, wurde sogar über eine Auflösung des Angelsportvereins nachgedacht. Durch umsichtiges Handeln der Vereinsverantwortlichen konnte dies jedoch verhindert werden. Eine entscheidende Versammlung fand in der Gaststätte „Zum Wicküler“ an der Betenstraße statt. Die Mitglieder des Angelsportvereins verließen geschlossen die Veranstaltung und trafen sich anschließend im Hotel „Burghof“, wodurch die Eigenständigkeit des Vereins bewahrt werden konnte.
In jener Zeit bestanden in Dortmund mehrere Angel- und Fischereivereinigungen:
- Angelsportverein Dortmund e. V.
- Fischereiverein Dortmund e. V.
- Fischereiverein Westfalen Dortmund
- Angelsport-Stammtischgesellschaft Dortmund
- Angelsportverein Dortmund-Wickede
Die ersten Ehrenmitglieder
Der Angelsportverein Dortmund verfügte bereits früh über Mitglieder, die das Vereinsleben über viele Jahre geprägt hatten. Besonders Heinrich Blömeken sen. und Fritz Friese waren bei den Mitgliedern äußerst beliebt. Heinrich Blömeken sorgte mit seinem Humor stets für gute Stimmung, während die Auftritte des „Alten Fritz“ mit seinem Schuhplattler auf keiner Vereinsveranstaltung fehlen durften.
Aus Anerkennung für ihre langjährige Treue und ihr besonderes Engagement entstand der Wunsch, verdiente Mitglieder zu Ehrenmitgliedern zu ernennen.
Im Jahr 1930 wurden daher in einer feierlichen Veranstaltung die vier ältesten Vereinsmitglieder – Heinrich Blömeken sen., Eduard Stehmann, Oskar Panzer sen. und Fritz Friese – zu den ersten Ehrenmitgliedern des Angelsportvereins Dortmund e. V. ernannt.
