Fischerboote
Im Jahre 1950 konnte der A. S. V. Dortmund den ganzen Ternschesee in Pacht nehmen. Es hat aber noch fast fünf Jahre gedauert, bis die Idee, den Fischfang vom Boot aus zu betreiben, Fuß gefaßt hatte.
Eines Tages lag ein Ungetüm ohne Glanz und Form vor unserem Vereinsheim. Es hatte sich einer etwas einfallen lassen. Der damalige Kassenwart und spätere 1. Vorsitzende hatte angekündigt, er werde sofort die Fahne auf Vollmast setzen, wenn das Vehikel mit Mann und Maus untergehen sollte. Es passierte aber nichts, denn das Ding war seetüchtig. Das Bootsgespann, davon abgesehen, daß es stotterte, hat dann nahezu fünf Jahre allein den See bevölkert. Nach und nach schafften sich die Mitglieder das etwa alle drei bis vier Wochen einmal einen Blinker hinter sich herzog, als Fischerboot anzusehen. Georg Lamberti hatte das erste Fischereifahrzeug angeschafft.
1958 kreuzten gleich 10, 1959 18 Boote auf und so nahm die Aufwärtsentwicklung für Ruderboote ihren Lauf bis dreißig erreicht waren. Herr Graf vom Hagen hatte uns 30 Boote schenken wollen, von denen wir aber zunächst jährlich 5,– DM pro Stück zahlen sollten. Später haben wir dann in freier Absprache Herrn Wilhelm Graf vom Hagen die Boote bezahlt. Die Kähne waren als Fischereifahrzeuge des A. S. V. Dortmund gekennzeichnet und durften zu Spazierfahrten nicht benutzt werden.
Der Gedanke, vereinseigene Boote zu beschaffen, kam erst später. 1970 verkaufte Herbert Schatte seinen Kahn 7 an den A. S. V. Dortmund. 1971 verstarb der Heimatwart Franz Burckhardt. Sein Fischerboot 5, ein gut erhaltenes Stahlboot 28, wurde dem A. S. V. Dortmund geschenkt. Im gleichen Jahr wurden 23 Boote 1971 hinzugekauft. Ferdinand Alester erbte nach seinem Tode ebenfalls der Verein. Ein weiteres Stahlboot 1, das Fritz Peisker beschaffte, kaufte der Verein und schließlich verkaufte uns Alfred Schmidtke sein Wasserfahrzeug 19.
Damit war der Bedarf an vereinseigenen Ruderbooten vorerst gedeckt.
Die Leihgebühren betrugen ganztägig 3,– DM und halbtägig 1,50 DM.
