Das Vereinsleben nach dem 2. Weltkrieg

Als der 2. Weltkrieg mit einem totalen Zusammenbruch Deutschlands endete, war auch der 1. Vorsitzende, Herr Paul Kummer, verstorben. Ein Teil der übrigen Vorstandsmitglieder zählte ebenfalls nicht mehr zu den Lebenden oder war noch in Kriegsgefangenschaft.

Es mußte ein Vorstand aus Anglern gebildet werden, die nicht Mitglied in der NSDAP gewesen waren.

Dabei ergaben sich einige Schwierigkeiten, denn viele Mitglieder waren nicht aus Überzeugung, sondern aus Bequemlichkeit der Partei ferngeblieben. Solche Leute waren aber auch nicht für das Vereinsleben zu gewinnen, so daß einige Parteimitglieder trotzdem im Vorstand geduldet werden mußten.

Unter dem Vorsitz von Herrn Willi Ebmeier blieb dann das noch vorhandene Vermögen, vor allen Dingen die Vereinsgewässer, erhalten. Eine weitere Schwierigkeit trat ein, als der Fischereischein den nicht entnazifizierten Mitgliedern versagt blieb. Ein Teil angelte ohne Fischereischein, die übrigen schieden teils verärgert aus, denn man wollte nicht einsehen, daß der Vorstand in dieser Situation machtlos war.

Nach einigen Jahren lockerten sich die Verhältnisse, und der Vorstand konnte wieder frei gebildet werden.

Der Verein nahm nach überstandener Währungsreform einen gewaltigen Aufstieg. Er hatte bald den Vorkriegsstand erreicht und besitzt heute neben den wesentlich erweiterten Vereinsgewässern am Ternschesee in Selm ein Vereinsheim mit Schlafgelegenheit für 22 Mitglieder.

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