Die Geschichte des Vereinsheims des ASV Dortmund
Von den ersten Plänen bis zum Vereinsheim am Ternscher See
Der Wunsch nach einem eigenen Vereinsheim begleitet den Angelsportverein Dortmund bereits seit den Anfängen des vergangenen Jahrhunderts. Schon im Jahr 1909 zeigte der damalige Fischereiverein Dortmund Interesse an einem Raum im neu errichteten Sporthaus am Dortmund-Ems-Kanal nahe des Westerholzes. Dafür beteiligte sich der Verein mit einem Zuschuss von insgesamt 1.500 Mark, der in jährlichen Raten gezahlt werden sollte.
Das Sporthaus, das heute als Bootshaus bekannt ist, wurde noch im selben Jahr in Betrieb genommen. Allerdings stellte sich bereits kurze Zeit später heraus, dass der zur Verfügung gestellte Raum den Anforderungen der Mitglieder nicht gerecht wurde. Insbesondere für die Unterbringung von Fischfanggeräten war er zu klein und ungeeignet, sodass der Raum 1910 wieder aufgegeben wurde.
Mit der Pachtung der Lippe im Jahr 1930 lebte der Wunsch nach einem Vereinsheim erneut auf. Die Mitglieder mieteten zunächst ein Zimmer in der Gastwirtschaft Becker in Benninghausen. Dort wurde ein einfaches Vereinsheim eingerichtet, sogar mit Feldbetten und Strohsäcken ausgestattet. Doch auch diese Lösung war nur von kurzer Dauer, da der Raum wieder als Fremdenzimmer benötigt wurde.
In den folgenden Jahren entstand der Plan, ein eigenes Vereinsheim an der Lippe bei Benninghausen zu errichten. Baupläne lagen bereits vor, erste Spenden waren eingegangen und zahlreiche Mitgliedsbetriebe hatten ihre Unterstützung bei den Bauarbeiten zugesagt. Dennoch fehlte letztlich die treibende Kraft, um das Projekt zu verwirklichen.
Erst im Oktober 1953 bot sich eine neue Chance: Nachdem der Ternscher See vollständig vom Verein gepachtet worden war, konnte dort ein geeignetes Holzhaus für 3.800 DM erworben werden. Bis daraus ein funktionales Vereinsheim wurde, war jedoch noch viel Arbeit erforderlich. Zahlreiche Mitglieder investierten unzählige Stunden und packten tatkräftig mit an.
Der Einsatz zahlte sich aus: Am 25. April 1954 konnte das Vereinsheim feierlich eingeweiht und offiziell in Betrieb genommen werden. Damit ging für viele Generationen von Vereinsmitgliedern ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung – ein eigenes Zuhause für den Verein, das bis heute ein wichtiger Treffpunkt für Gemeinschaft, Austausch und Vereinsleben ist.

Das Vereinsheim verfügte damals über zwei Schlafräume mit insgesamt zehn Betten, eine Küche, einen Waschraum, einen Aufenthaltsraum sowie einen kleinen Keller. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich jedoch, dass die Räumlichkeiten für die stetig wachsende Mitgliederzahl nicht mehr ausreichten. Daher wurde die Erweiterung des Hauses geplant und umgesetzt.
Im Juli 1956 konnte der Anbau fertiggestellt werden. Seitdem stehen vier Schlafräume mit insgesamt 22 Übernachtungsplätzen zur Verfügung.
Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, wurde im Jahr 1962 zudem eine moderne Sanitäranlage errichtet, die den Bedürfnissen der Mitglieder besser entsprach, nachdem zuvor 1961 ein Brunnen gebohrt, eine elektrische Wasserpumpe angeschafft, installiert und in Betrieb genommen war. Der bisherige Toilettenraum wurde Heimwartraum.
1967 stellten sich an der hölzernen Vorderfront Witterungsschäden ein und der Heimausschuss entschied sich für einen massiven Bau der Vorderfront und des Giebels. Bei dieser Gelegenheit konnten alle Wände der Küche massiv erstellt werden. Alle Arbeiten waren Selbsthilfe der Mitglieder.
In die massive Vorderfront des großen Aufenthaltsraumes ist eine alte Gipsmalerei (Recheder Mühle) eingebaut worden. Es handelt sich um ein Bild von Heinrich Blömeken aus den dreißiger Jahren, das er unserem Mitglied Franz Drapal geschenkt hatte. Die Witwe Emilie Drapal schenkte es 1966 dem Angelsportverein Dortmund. Somit kann es noch lange Erinnerung bleiben und manches Anglerherz erfreuen.

