Pachtung der Lippe bei Benninghausen
Der Angelsportverein, der bisher kein geeignetes Gewässer besaß, wünschte nichts sehnlicher als ein gutes, eigenes Wasser.
Als Sportfreund Fritz Rosenhahn gelegentlich im Schleusenkanal bei Benninghausen angelte, erfuhr er von dem Schleusenwärter, daß in nächster Zeit Teile der Lippe durch das Wasserbauamt Hamm verpachtet werden sollten. Er teilte dies dem Vorsitzenden des Vereins, Herrn Walter Issel, mit, der daraufhin den Vorsitzenden beauftragte, an der Versteigerung, die im Wege der Versteigerung stattfand, anwesend zu sein.
Im Verlaufe dieser Versteigerung erwarb der A.S.V. das Los 1, rechtes Lippe-Ufer von Cappel bis zur Brücke in Benninghausen.
Bezüglich Los II Eckebern kam es zu einer Einigung. Der Soester Sportanglerclub sollte diesen Teil ersteigern, Angelsportverein Dortmund dagegen nicht anzubieten, falls Soest sich bereit erklärte, an Dortmund 100 Jahresfischereischeine auszugeben.
Diese Regelung ist bis heute beibehalten worden. Es hat auch nie zu ernsten Zwischenfällen oder gar Streitigkeiten gekommen. Die Vereinbarungen, die nicht aus persönlichen Gründen geschürt wurden. Die Verträge, die eine Gültigkeitsdauer von 12 Jahren hatten, sind inzwischen mehrmals verlängert worden.
Über das Zustandekommen der Pachtverträge herrschte große Freude unter den Mitgliedern des Angelsportvereins. Jetzt hatte der Angelsportverein endlich sein eigenes Wasser, wenn es auch 70 km von Dortmund entfernt lag.
Die Pachtverträge traten am 1. Januar 1930 in Kraft. Im Jahre 1955 ist gelegentlich der Vertragsverlängerung auch der bei km 7 gelegene nördliche Altarm hinzugepachtet worden.
